
Während Jahrhunderte schrieben die grossen Meister ihre musikalischen Werke fast ausschliesslich für die Kirche. Ja sogar nach der Aufklärung und der Französischen Revolution gab es immer noch eine Fülle von Werken religiösen Charakters. Im XIX. und XX. Jahrhundert wurden zahlreiche Oratorien und Messen uraufgeführt. Allen war gemeinsam, dass sie auf den neuesten Kompositions Techniken beruhten und eine zeitgemässe Instrumentation verlangten. Und dennoch gab es keinen Gesang an die Schöpfung, der von der religiösen Tünche befreit ist und gleichzeitig sich nur auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen gründet. Diese Idee reizte mich über alle Massen, vor allem durch die Möglichkeit Klanglandschaften mittels der Hinzunahme von elektronischen Instrumenten als Ergänzung des akustischen Schlagzeuges zu Kreieren. Während mehrerer Jahre reifte das Konzept, bis es endlich am 23. Mai 2009 anlässlich des „Encuentro Arterial“ in Castaño del Robledo das Licht der Welt erblickte.
Das Werk besteht aus 13 Teilen. Als Erbe des klassischen Oratoriums bleibt ein Textstück, das jedem Teil voran gestellt wird. Man kann dies aber auch als eine Einladung zur Meditation während des folgenden Musikstücks auffassen. Das Schlagzeug setzt sich aus zwei Pauken (20“ und 22“), 6 Toms (8”, 10”, 12”, 13”, 14” und 16”), einer Trommel, einer dreifach Hi-Hat, einer grossen Anzahl Becken sowie einer Auswahl kleiner Perkussions Instrumente zusammen. Es wird mit den verschiedensten Stöcken gespielt. Für die elektronischen Klänge wurde ein Lap-Top mit dem Kore2 Sound Center und einem Midi Keyboard verwendet. Das elektronische Schlagzeug Roland TD-8 und der Sampler SPD-S erzeugen nicht nur ihre eigenen Klänge, sondern sie dienen auch als Kontrolle des Kore2 Sound Center mittels des Midi Systems.
